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Menschenrechtsverbrechen in der Islamischen Republik Iran


Ein Dokumentar Film über die Hinrichtung eines 16 Jährige Mädchens im Jahr 2004 im Iran


http://www.youtube.com/watch?v=kK-IfiadQu8

22.09.2006
Neben seinem Ruf als interessanten Geschäftspartner für die internationale Weltwirtschaft
(u.a. Öl) ist der Iran für seine systematischen Verletzungen von Menschenrechten bekannt.

Die Menschenrechtsverbrechen im Iran geschehen nicht nur mit Billigung der religiösen Machthaber des Landes. Sie sind darüber hinaus in der Rechtsordnung des Landes in einer Weise verankert, die sie zu gezielten und staatlich abgesicherten Verstöße gegen internationale Mindeststandards machen.
Die Menschenrechtsverbrechen des iranischen Regimes umfassen willkürliche Verhaftungen, das Verschleppen von Gefangenen an unbekannte Aufenthaltsorte, systematische Folter und massenhafte Hinrichtungen von Oppositionellen. Jede Form der freien Meinungsäußerung wird durch den sogenannten Wächterrat, den Geheimdienst "Sawama", durch Polizei und die Milizen der Revolutionswächter "Pasdaran" brutal unterbunden.

Amnesty International hat für das letzte Jahr folgende Zahlen veröffentlicht:
Es gab mindestens 108 Hinrichtungen, 4 Tode durch Steinigung, 197 Menschen wurden zu Auspeitschungen verurteilt, 132 gerichtswidrige Verhaftungen. ( ai Jahresbericht 2005)

Seit 1990 hat Amnesty International zehn Hinrichtungen minderjähriger Straftäter dokumentiert. Mit der Hinrichtung von Kindern und Jugendlichen verstößt das Land gegen die UN-Kinderkonvention und damit gegen internationales Recht.
Opfer dieses Systems, in dem Mädchen mit 9 Jahren bereits als volljährig gelten, wurde auch die 16 jährige Atefeh Rajabi. Sie wurde am 15.08.2004 gehängt, weil man ihr, so das Urteil, „ein mit Keuschheit nicht zu vereinbarenden Akt“ vorwarf, nämlich den angeblich sexuellen Kontakt mit einem älteren Mann, von dem sie wahrscheinlich sogar vergewaltigt wurde.
Ihre FreundInnen und Bekannte beschreiben Atefeh als ein intelligentes, lebendiges und rebellisches Mädchen. Sie lebte in extremer Armut. Sie wurde ein Opfer von Gewalt und Ausbeutung durch Verwandte und örtliche Beamte. Wenigstens einer ihrer Verwandten pflegte sie zu vergewaltigen, aber sie wagte nicht, ihn anzuzeigen, weil sie wusste, dass sie niemand unterstützen würde. Mit 16 war sie bereits fünfmal wegen unmoralischen Verhaltens verurteilt worden. Jedes Mal bekam sie 100 Hiebe und wurde für einige Tage im Gefängnis gehalten, wo sie von der islamischen Moralpolizei misshandelt und missbraucht wurde.
         

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http://www2.amnesty.de/internet/deall.nsf/windexde/PR2004065
 
 

 26.02.2007 um 22.30 - 23.15 Uhr
(27.02.2007, 10.00 Uhr)
Iran: Galgen für eine 16 Jährige

Warum Atefeh hingerichtet wurde

Ein Film von Monica Garnsey
Redaktion: Edeltraud Remmel


Hinrichtung im Morgengrauen: Die Bevölkerung durfte zuschauen; Bild: WDRTod durch Erhängen, so lautete das Urteil gegen die 16jährige Atefeh R. Ihr wurde "unkeusches Verhalten" vorgeworfen. Der Richter hatte dem Teenager den Strick eigenhändig umgelegt. Der Galgen stand mitten in der nordiranischen Stadt Neka, und die Bevölkerung durfte zuschauen.

Das Alter der minderjährigen Atefeh (16) wurde manipuliert; Bild: WDRdie story rekonstruiert die aufwühlende Geschichte eines ungewöhnlichen Teenagers, Tochter eines Drogenabhängigen, Halbwaise und von den Großeltern mehr schlecht als recht betreut. Eine Streunerin, die sich in der Kleinstadt freier gab als andere Mädchen in ihrem Alter. Das wurde ihr zum Verhängnis. Bereits mit 13 Jahren geriet sie in die Fänge der islamischen "Moral-Polizei". Im Namen Gottes wurde sie verprügelt und eingesperrt - wie es die strengen Scharia-Regeln bestimmen. Weil andere Teenager abgeschreckt werden sollten, wurde sie schließlich in einem unrechtmäßigen Verfahren zum Tode verurteilt. An einem Sommermorgen wurde die 16jährige dann in aller Öffentlichkeit erhängt.

Die Anklage gegen Atefeh lautete: Unkeusches Verhalten; Bild: WDRIhre Geburtsurkunde, so die späteren Recherchen von Menschenrechtlern und Journalisten, war gefälscht worden. Denn auch der Gottesstaat Iran hat die UN-Kinderkonvention unterzeichnet, wonach Minderjährige nicht hingerichtet werden dürfen.

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